21. September 2012 | Philipp Würfel

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von Matthias Ondracek

Am Freitagabend startet die deutsche Nationalmannschaft in den World Baseball Classic Qualifier. Die DBV-Auswahl hat sich viel vorgenommen. Nicht weniger als „die größte Errungenschaft in der Geschichte des deutschen Baseballs“ will Bundestrainer Greg Frady mit seinem Team erlangen.

Mit gehöriger Unterstützung aus den USA soll die Qualifikation zur Endrunde im Mutterland des Baseballs gelingen. Nicht nur im Trainerstab, sondern auch im Kader der deutschen Equipe finden sich einige bekannte Namen wieder. Toby Gardenhire, Will Ohman oder Donald Lutz - um nur einige zu nennen – haben sich die Verwirklichung des großen Coups auf ihre Fahnen geschrieben.

Am Freitagabend (19 Uhr) startet Deutschland mit der Partie gegen Tschechien ins Turnier. Bei einem Sieg wartet am Samstag (19 Uhr) schon Top-Favorit Kanada. „Wir müssen auch Tschechien erst einmal schlagen. Sie haben bisher einen guten Eindruck hinterlassen“, warnt der ehemalige Regensburger Lutz vor dem Auftaktgegner.

Drei Partien müsste das deutsche Team gewinnen, um sein Ziel zu erreichen. Mindestens einmal müssen die starken Kanadier geschlagen werden. „Die Chancen stehen gut, aber wir müssen hart dafür arbeiten, dass auch was gutes dabei rauskommt“, so Lutz.

Bundestrainer Greg Frady hält sich mit Prognosen wie gewohnt zurück. „Die Chancen stehen eins zu vier“, sagt der US-Amerikaner. „Wenn wir guten Baseball spielen, sind wir in einer guten Position, ein gutes Resultat zu erzielen“, so Frady weiter.

Auch Ludwig Glaser von den Buchbinder Legionären geht optimistisch in das Qualifikations-Turnier: „Wir müssen unser Spiel spielen und die Leute unter Druck setzen, dann wird auch Kanada hier und da einen Fehler machen, der uns das Spiel gewinnen könnte. Das sind auch keine Monster.“

Für viele Akteure im Aufgebot von Coach Frady ist der Auftritt im Deutschland-Trikot noch etwas ungewohnt. „Normalerweise stand auf dem Trikot früher Holland, jetzt spiele ich für Deutschland“, sagt etwa Legionär Mike Bolsenbroek. Der Niederländer durchwanderte alle Nachwuchs-Auswahlen von „Oranje“, wurde jedoch seither nicht mehr für sein Heimatland berücksichtigt.

Auch für den Wahl-Regensburger ist Kanada der stärkste Gegner. „Kanada wird wahrscheinlich sehr stark sein. Aber es kann immer alles passieren“, so Bolsenbroek. Vorerst gilt die Konzentration aber der Auftaktpartie am Freitag: „Wir müssen unser erstes Spiel gewinnen, das ist das Wichtigste. Danach schauen wir weiter.“

Der US-Amerikaner Matt Vance wird ebenfalls vor heimischer Kulisse sein Debüt für Schwarz-Rot-Gold geben. „Es ist eine Ehre, für Deutschland zu spielen. Ich freue mich auf das Turnier“, so der 26-Jährige. Der Legionär rechnet sich für das Mega-Event in Regensburg ebenfalls einiges aus. „Ich denke wir haben eine gute Chance. Unser Team ist ziemlich stark.“