20. September 2012 | Ulrike Fisch

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Enzo Muschik, Baseballspieler bei den Buchbinder Legionären Regensburg und Kurt Schlogl aus dem MLB-Team kennen sich erst seit ein paar Tagen, aber sie leben quasi seit ihrer ersten Begegnung von morgens acht Uhr bis irgendwann nach Mitternacht wie in einer Wohngemeinschaft zusammen. Sie füllen den Kühlschrank mit Getränken, kochen Kaffee, putzen Schuhe, sortieren Wäsche und saugen mindestens zweimal am Tag den Teppichboden. Sie bestücken Schränke mit Namensschildern, Sporthosen und Handtüchern. Und das täglich mehrmals für mindestens weitere 25 andere Mitbewohner. Die beiden sind nämlich zwei der insgesamt vier „Clubhousemanager“ des World Baseball Classic Qualifiers in Regensburg. Zwei weitere Legionäre betreuen übrigens das zweite Clubhouse, Jonathan Eisenhuth und Franz-Philipp Stark. Als Clubhouse bezeichnet man die erweiterte Umkleidekabine für die Mannschaften, das neben dem Umkleideraum natürlich auch mit Duschen, Physiozimmer, Trainerbüros und Ruhezone ausgestattet ist.

Nicht nur an den Spieltagen sondern schon während der täglichen Trainingseinheiten sorgen die guten Geister dafür, dass Spieler und Betreuer wunschlos glücklich sind und alles griffbereit an seinem Platz ist, was die Jungs benötigen. „Nicht nur das tschechische Team hat sich schon nach der ersten Trainingseinheit überschwänglich bei Kurt und mir bedankt“, so Enzo Muschik. „So professionell, wie die MLB-Organisatoren das hier im Vorfeld hat einrichten lassen, das findet man hier in Europa nicht noch mal.“ Dass es aber in den Clubhouses so piccobello aussieht, dass auch ein abgerissener Knopf einer Hose kein Problem ist oder aber ein eventueller Sonderwunsch prompt erfüllt wird, ist ganz allein der Verdienst der Heinzelmännchen Kurt, Enzo, Jonathan und Franz-Philipp. Leider kann man die Jungs nicht nach Ende des Turniers für die eigenen vier Wände mieten...