15. September 2012 | Christian Swoboda

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Einen Tag nach der Kader-Bekanntgabe für den World Baseball Classic Qualifier hat das deutsche Nationalteam bei der Europameisterschaft in den Niederlanden das Finale verpasst. Im zweiten Spiel der Zwischenrunde setzte sich Deutschland am Freitagnachmittag in Rotterdam zwar locker mit 10:3 gegen Schweden durch. Die Niederlande gewannen das Abendspiel gegen Spanien aber mit 2:0 und spielen am Sonntag (13 Uhr) gegen Italien um Europas Krone.

Die deutsche Equipe drehte gegen die Skandinavier nach einem holprigen Start einen 0:2-Rückstand und ließ letztlich nichts mehr anbrennen. Legionär Christopher Howard, der bei der Kader-Nominierung für den WBC-Qualifier vom 20. bis 24. September nicht berücksichtigt wurde, läutete mit seinem RBI-Triple im zweiten Durchgang die Aufholjagd ein. USA-Profi Kai Gronauer setzte im Anschluss den Ball in hohem Bogen über den Rightfield-Zaun. Durch den zweiten Turnier-Homerun des Deutschen übernahm die Frady-Truppe die Führung.

Diese sollte auch bis zum Ende der Begegnung halten. Im fünften und sechsten Inning packte der deutsche Angriff insgesamt sieben Zähler zum Endstand drauf. Shootingstar Lukas Jahn war mit vier Walks, einem Hit und zwei Punkten einer der auffälligsten deutschen Akteure. Max Boldt und Max Kepler erzielten je zwei Hits, Chris Howard (im Bild, Foto: Gregor Eisenhuth) verbuchte drei Runs Batted In. Starting Pitcher Andre Hughes ließ in sieben Innings nur drei Gegenpunkte und keinen Freilauf zu. Für das deutsche Team geht es damit am Samstagabend (19.30 Uhr) im Showdown gegen Spanien wie schon 2010 um die Bronzemedaille.